Mobilität von Morgen

Ich finde, man sollte verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel (U-Bahnen) bauen. Kürze Taktungen würden dazu führen, dass Bahnen nicht überfüllt sind und an Anreiz geschaffen wird, nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.

Der Ausbau des Radwegenetzes ist auch eine gute Sache, um vom Auto weg zu kommen.

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2 Antworten

  1. Es muss endlich das ökologische Prinzip eingeführt werden: je bequemer und ungünstiger für die Umwelt und Volkswirtschaft, umso teurer muss es sein:
    >> Fahrrad/Fußgänger: mehr durchgehende Wege, schnell(!) umschaltende Ampeln, die einen nicht warten lassen
    >> ÖPNV braucht Vorrangschaltungen an Ampeln und muss gratis(!) sein: keine Hemmschwelle mehr, ihn zu nutzen, führt auch abends zu vollerem ÖPNV und damit zu weniger bedrohlichen Situationen für Frauen (s. Brüssel, Luxemburg), das lässt zB laut Studien dank häufigerem Besuch im Krankenhaus die Menschen schneller gesund werden, ist volkswirtschaftlich sinnvoll! Aktuell ist eine Fahrt mit dem Privat-PKW inkl Parkhaus-Gebühren günstiger als der ÖPNV!
    >> Auto muss teurer werden: Parkgebühren erheblich erhöhen. Bequemlichkeit (Wohnzimmer auf Rädern!) muss etwas kosten. Eine Fahrt mit dem Privat-PKW in die City müsste teurer sein als ein Taxi – das Taxi wird wenigstens „richtig“ genutzt und ist kein Gerät, das eigentlich täglich meist nur herumsteht.

  2. Nun, ich denke, dass die Frage der Mobilität und in diesem Zusammenhung die Ablehung des Verbrennermotors zu einseitig gesehen wird.

    Den Focus auf das Elektroauto zu legen, ist m.E. ein Irrweg, da wir kaum in der Lage sein werden in verdichteten Innenstadtbereichen, oder auch in den Wohngebieten am Rande der Stadt schnell und effizient vernünftige, belastbare Ladestationen zu bauen. Dazu kommt, dass die Bereitstellung des Stroms um die E-Autos zu laden, noch überhaupt nicht geklärt ist. Ich verweise dabei auf div. Beiträge von Herrn Prof. Harald Lesch. In diesem Zusammenhang ist auch die Rohstoffversorgung der „Millionen“ von Batterien ebenfalls nicht geklärt, bzw. strittig.

    Der ÖPNV mag eine gute Ergänzung zum Individualverkehr darstellen.
    Dazu müßte er jedoch:
    a) Sicher,
    b) schnell und
    c) sauber sein. Meiner Erfahrung nach ist hier noch ein großes Feld zu beackern. Gerade wenn man als Frau nachts nach 23 Uhr alleine aus der Altstadt nach Hause fährt, ist der ÖPNV definitiv nicht zu empfehlen.

    Fahrrad mag ja für die Menschen interessant sein, die noch fit genug sind, aber gerade für ältere nicht mehr so mobile Mitbürger nicht realisierbar. Auch die Interesse der Menschen die auf dem Lande wohnen und zum Shoppen/Kultur u.ä. nur sporadisch in die Stadt fahren wollen, stellt das Fahrrad sicher keine Alternative dar.
    Dazu kommt, dass eine Zurückdrängung des Autoverkehrs und der Hinweis man könne ja größere Dinge alle online bestellen, den coronagebeutelten Einzelhandel garantiert in den Ruin treiben wird.
    Der gescheiterte Versuch große Einkaufsstrassen zugunsten des Fahrradverkehrs vom Autoverkehr zu befreien, lässt sich zur Zeit gerade in Berlin auf der Friedrichstrasse eindrucksvoll beobachten. Die Besucherfrequenz sackte (BZ 9.10.2020) um bis zu 35% ab.

    M.E. ist lediglich ein Mix aus „normalen“ Autos, Elektrofahrzeuge, ÖPNV und Fahhrradverkehr zielführend. Die verdammung des individuellen Autoverkehrs führt hier nicht weiter.

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