Umverteilung

Allein die Tatsache, dass bei den großen städtbaulichen Hauptachsen von großen Verkehrsachsen oder Hauptverkehrsstraßen gesprochen wird, zeigt schon die aktuelle Bedeutung dieser Achsen.
Wir leben beispielsweise an der Grafenberger Allee, die egal welcher Bereich betrachtet wird, stark vom Verkehr, in diesem Fall Auto- und Stadtbahnverkehr bzw. vom ruhenden Verkehr dominiert wird. Aufenthaltsbereiche und Grünflächen gibt es nur in wenigen Bereichen, Gastronomie mit Außenflächen so gut wie nie.
Hier ist zumindest eine starke Reduktion des lauten Verkehrs erforderlich, immer zu Gunsten von mehr Flächen für den Aufenthalt, Grün und Fußgänger. Verkehrlich sollten eher die ruhigen Verkehrsarten Fuß- und Radverkehr Vorrang haben. Die Straßenbahn sollte oberirdisch bleiben, könnte aber auf einem Rasengleis geführt werden. Flächenpotentiale gibt es genug, so muss beispielsweise nicht überall geparkt werden.
Ob derartige Achsen noch für den durchfahrenden Kfz-Verkehr benötige werden, hängt von einer grundsätzlichen Entscheidung ab, ob Kfz-Verkehr noch in die Innenstadt geführt werden soll. Perspektivisch sollten nur noch wenige Straßen diese Funktion erhalten.
Dieses Prinzip lässt sich vermutlich nicht auf alle Hauptachsen übertragen, gefühlt passte es aber auf 80% der Straßen.

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