Verbinden was zusammen gehört(e) – Teilung aufheben, z.B. in Angermund

Mit der Realisierung verkehrstechnischer Infrastruktur – insbesondere von Bahnanlagen – wurden oft schon in weiter Vergangenheit zahlreiche Ortsteile „zerschnitten“ und mit starken Zäsuren dauerhaft verändert. Angermund ist hierfür ein anschauliches Beispiel. Die vorhandene Schnellbahntrasse halbiert den Ort und nur über unattraktive Bauwerke wie Hochbrücken und Unterführungen werden die Bahngleise überwunden bzw. unterwandert. Für zu Fuß gehende und Rad fahrende sind dies beschwerliche und sehr unattraktive Wege. Insbesondere für Kinder auf dem Weg zur Schule sind diese speziellen Räume eine Herausforderung. Durch die Tieferlegung einer Bahntrasse bei gleichzeitiger Überdeckelung kann wieder zusammengeführt werden, was schon immer zusammen gehörte. Es können barrierefreie Übergange und attraktive Wegeverbindungen geschaffen werden. Die „alten Verkehrstrassen“ werden zu neuen „Frischluftschneisen“, und grünen Innenbereichszonen. Je nach Länge und Breite des Deckels sind darauf auch hochbauliche Nutzungen denkbar. Eine Finanzierbarkeit ist über Steuergelder und Förderprogramme möglich, da der entstehende Mehrwert unzweifelhaft dem „sog. Wohl der Allgemeinheit“ dient. Last but not least sind natürlich die immensen Verbesserungen im Hinblick auf den Schallschutz zu nennen.

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