Radverkehr First

Guten Tag,

aus meiner Sicht ist es für die Zukunft wichtig, das Fahrrad als gleichwertiges Verkehrsmittel zu akzeptieren, zu berücksichtigen und sicher auch als schwächstes Glied in der Kette zu schützen.
Heute ist das Radnetz löchrig, es gibt immer wieder Eng- und Gefahrenstellen mit Gleisen, dem plötzlichen Ende von Radwegen und unübersichtlichen Kreuzungen. Vorhandene Radspuren werden von einigen Autofahrern ungestraft als Parkplatz oder Überholspur genutzt.

Es ist aus meiner Sicht wichtig, ein durchgehendes Radwegkonzept zu schaffen und dabei die Priorität des Autoverkehrs anzuwemden. Stellen Sie sich nur einmal vor, es gäbe zahlreiche Straßen, die einfach im nichts als Sackgassen enden, die zu schmal für Autos sind oder dauerhaft von parkenden Fahrrädern blockiert wären. Das gibt es nicht? Stimmt! Aber das ist die Realität eines Radfahrers.

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

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6 Antworten

  1. Das ist doch absoluter Quatsch. Wieso soll sich alles den Schönwetterradlern unterordnen, die bei jedem Regentropfen in die bahn springen oder mit einem DiveNow fahren. Die Radler sind das schwächste Glied, weil sie fahren, wie die Irren, weil sie grundsätzlich Spurwechsel vornehmen ohne mal nach hinten zu gucken, weil Ampeln ja anscheinend nur für Autofahrer gelten. Wie erklärt sich sonst die rasant steigende Zahl von Unfällen mit gravierenden Personenschaden zwischen Rad und Rad bzw. Rad und Fußgänger.
    Mann sollte mal Nummernschilder an Fahrrädern vorschreiben und könnte dann auch gleich Fahrradsteuern einnehmen, damit die vielen Fahrradstraßen und Radwege auch finanziert werden können – ach nee, dafür darf ja der verhasste Autofahrer mit der Kfz-Steuer blechen.

    1. Falls du dich mit einer deiner Behauptungen im Recht siehst, würden mich Quellen freuen, die über anekdotische Evidenz hinausgehen. Insbesondere, dass Radfahrer „grundsätzlich“ unangekündigt Spuren wechseln, irritiert mich als langjährigen Radfahrer in Düsseldorf doch sehr. Ich mag nicht ausschliessen, dass das vorkommt, aber von einem Grundsatz zu sprechen, ist übertrieben und wird einer tatsächlichen Analyse des Fahrverhaltens von Radfahrern nicht standhalten. Wenn du dazu eine Studie hast: Her damit, ich bin sehr gespannt. Dass du vom Spurwechsel zum fehlenden Schulterblick zur Missachtung von Ampelsignalen wechselst, macht dein Argument insgesamt sehr schwer logisch nachzuvollziehen (und damit zu entkräften) und lässt eher auf einen emotionalen Ausbruch schliessen, denn auf einen Kommentar, der einen Anstoß zum Meinungaustausch darstellen soll.

      Schönwetter-Radfahrer sind durchaus wünschenswert. Niemand sollte für jede Wetterlage gewappnet auf’s Rad müssen. Das macht das Radfahren nur weniger attraktiv, weil man nicht mal eben das Rad aus dem Keller holt und losfährt, sondern erst alle Eventualitäten durchgehen muss, was man eventuell brauchen könnte, um ja nicht am späten Abend mit dem Rad in die Strab zu müssen. Von Schönwetter-Radlern und ausgebautem ÖPNV profitieren aktuell auch Autofahrer, weil es zu weniger Autos in der Stadt und damit zu fliessenderem Verkehr führt.

      Zur Kennzeichenpflicht für Fahrräder gibt es einen ganz guten Zeit-Text, der das Für und Wider beleuchtet: https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-09/radfahrer-kennzeichen-pflicht-pro-contra/komplettansicht

  2. attraktive Fahrradstraßen sind nötig, nur für Radler, mit Vorfahrt, keine gemeinsame Nutzung, sinnvolle Verbindungen, schneller als Autos

  3. Vorhandene Radspuren werden jedoch oft nicht gebutzt! Das schwächste Glied ist hier der Fußgänger!

    Vorgestern wieder ein „beinahe Unfall“ auf der Hansaallee (Höhe Geschäft Jokesch), da eine Dame der Ansicht war auf dem Bürgersteig zu fahren anstatt der gekennzeichneten, gut ausgebauten und nicht blockierten Radweg zu nutzen. Sie fuhr fast einen Fußgänger (von hinten) um, um danach mit Vollgas (übrigens weiterhin auf dem Bürgersteig) wortlos davon zu preschen.

    Bitte schärfere Kontrollen der Radfahrer auf Bürgersteigen! Wann wird diese notwendige Forderung endlich gehört? Diese Frage würde ich gerne in großen Lettern schreiben, damit die Gefahrenquelle beseitigt wird!

    Ich selbst nutze übrigens auch gerne und fast täglich das Rad (nur zur Info, falls es wieder heißt „diese Autofahrer“, etc.).

  4. … dabei bitte die Fußgänger nicht vergessen bzw. nicht (weiter) mit „Multifunktionsstreifen“, Parken von diversen Devices etc. gefährden.

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