Vielfältig denken !

Grün ist wichtig für die Stadt, es muss aber nicht unbedingt da entstehen, wo man den Freiraum entwickelt. Für eine richtig effektive „grüne Lunge“ braucht man auch große Bäume. Die lassen sich auf so einen dünnen Deckel, wie er auf den Eisenbahntrassen entstehen würde, gar nicht realisieren. Große Bäume wurzeln nun mal mehrere Meter tief. Einzelnstehende Flachwurzler sind bei Stürmen nur suboptimal.

Z.B. Überdeckelt man die Eisenbahntrasse zwischen Franklinbrücke und Münsterstraße, dann kann man die Fläche für Wohnbauten und Grün nutzen. Dabei verlegt man die Spielflächen und andere Flächen mit „kleinem“ Grün etc. an der Marc-Chagall Straße auf den Tunnel und nutzt die nicht „getunnelten“ Flächen für Grünzuge mit hohen Wuchs. Ebenso bei Grünflächen im Bereich der Buscher Mühle. Das Ganze kombiniert mit Wohnbebauung. Die Ebene direkt über der Eisenbahn wird großflächig als Abstellfläche für PKW, Fahrräder etc. genutzt. Das entkoppelt die Eisenbahnebene von den Wohnebenen und reduziert gleichzeitig den Parksuchverkehr in den umliegenden Straßen. Dort kann man dann Parkraum reduzieren und zu Grünflächen umfunktionieren. Man muss hier sinnvolle Angebote für PKW schaffen, denn nur Verbote oder Reduzierungen werden großen Widerstand erzeugen. Bei entsprechender Planung können Radwege sowohl auf dem „Deckeln“ als auch in den freiwerdenden Flächen in den umliegenden Straßen geschaffen werden.

Z.B. überdeckelt man die Eisenbahntrasse zwischen Karl-Geusen Straße und Heidelberger Straße und legt dort drauf die Straße mit allem Lärmschutz, den die Eisenbahn heute nicht hat und nimmt den Verkehr aus Eller heraus und macht die Bernburger Straße / Klein Eller zur parkähnlichen Anliegerstraße mit vielen Bäumen und grün. Dort kann man viele hohe Bäume unterbringen. Dazu die Erkrather Straße über die Ronsdorfer Straße und die Eisenbahntrasse durchs Industriegebiet zur Karl-Geusen Straße angeschlossen und schon entsteht in Lierenfeld und Eller großflächig viel größere Lebensqualität, für die man auf den nicht mehr gebrauchten Verkehrsflächen auch hochwachsendes Grün ohne Bodenprobleme unterbringen kann. Und vielleicht ist streckenweise auf / im Tunnel auch eine zusätzliche Parkebene für PKW möglich.

Finanzierung: In Lierenfeld / Eller könnte man großflächig ein Sanierungsgebiet ausweisen, in dem am Ende alle Vermieter einen ÜBERSCHAUBAREN Beitrag bezahlen müssen. Denn die werden dann auch in den verkehrsberuhigten Gebieten höhere Mieten nehmen können als vorher. In Derendorf kann man – bei entsprechender Ausgestaltung der Parkflächen – diese sicher gut vermieten. Dazu gibt es auch Förderprogramme ( Sanierungsgebiet! ) von EU, Bund und Land, so dass nur ein kleiner Teil der Kosten bei der Stadt und den Anliegern bleiben.

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