Radtouren und Pkw-Routen im Stadtgrundriss trennen

Man sollte meines Erachtens nicht der Verlockung verfallen, das dringend notwendige Radwegenetz zur Verkehrswende ohne Not an die Hauptverkehrsstraßen zu legen.
Radwege entlang der Hauptverkehrsachsen können nur Übergangslösungen sein.
Konsequent wäre eine Trennung von Auto- und Radverkehr, d.h. die Hauptradrouten sollten über Nebenwege laufen, Fahrradstraßen. Es gibt Routen mit der Priorisierung für den Pkw-Verkehr und Routen mit der Priorisierung für den Rad- und fussläufigen Verkehr.
So wird Radfahren sicher, empfohlen für 8 -80 Jahre, man kann die Umwelt geniessen. Kein Radfahrer fährt zudem gerne neben den Hauptverkehrswegen entlang, fühlt sich unsicher und atmet den Anwohnern das Kohlenmonoxid der Abgase weg.

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4 Antworten

  1. Die Radwege müssen natürlich dort sein, wo die Radfahrenden hin wollen oder müssen: zu den Läden, Schulen, Büros etc.
    Die liegen in der Regel an den Hauptstraßen. Es spricht nichts dagegen dort den PKW-Verkehr zu reduzieren, um die negativen Begleiterscheinungen zu beseitigen.

  2. Antwort auf die Antworten:
    Innerstädtische Nebenstraßen würden zu Fahrradstraßen. Das hieße, dass der Fahrradverkehr Vorrang hätte, Autos „nur“ geduldet.
    Parken, Autoverkehr (manchmal vielleicht nur Schritttempo) ist in solchen Straßen erlaubt.
    Es muss kein Fahrradweg abgetrennt werden. Alle nutzen die gesamte Fläche, aber das Auto ist untergeordnet.
    Als Autofahrer nutze ich solche Straßen dann natürlich weniger als Durchfahrt, mehr als Ziel- oder Abfahrtsort.
    Fahrradstraßen sind bereits ein viel genutztes Mittel, nicht nur in Münster.

    Und Umwege müssen nicht sein, das hängt ja vom Radwegenetz ab. Und auf Nebenwegen läuft man weniger Gefahr, durch die „falsche“ Ampelschaltung immer wieder ausgebremst zu werden.
    Ein stetig fahrendes Rad ist schneller und weniger anstrengend als ein ständiges Bremsen und wieder Anfahren.

  3. Ein Problem bei der Umsetzung dieser Lösung besteht auch darin, dass auf den innerstädtischen Nebenstraßen schlicht der bauliche Platz für hinreichend breite Fahrradwege fehlt. Entweder müsste die Durchfahrt für PKW komplett gesperrt und die gesamte Fahrbahn den Fahrrädern überlassen werden oder die seitlichen PKW-Stellplätze müssten den Fahrradwegen weichen. Beides ist für die Anwohner unzumutbar. Auf den Hauptverkehrsstraßen kann hingegen eine von mehreren Fahrspuren in einen Radweg umgewandelt werden. Der Autoverkehr an den Hauptverkehrsstraßen muss sowieso zur Erreichung der Schadstoffgrenzwerte eingeschränkt werden.

  4. Nachteil dieses Ansatzes ist jedoch, dass Fahrradfahrer dadurch zu Umwegen gezwungen werden bzw. die direkten und schnellen Verbindungen den Autos vorbehalten bleiben.

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