Miteinander aller Verkehrsteilnehmer!

Düsseldorf und die großen Hauptstraßen werden nicht breiter! Autoverkehr muss auch weiterhin funktionieren. Zwang durch Verengung und Aussperren der Autofahrer darf es nicht geben! Auf Freiwilligkeit mit dem Radfahren setzen (machen schon ganz viele) aber es ist nicht immer nur Sommer! Auch ältere Verkehrsteilnehmer müssen beachtet werden und die fahren gerne oft noch mit dem Auto. Außerdem müssen auch Nebenstrecken für Fahrradfahrer genutzt und ausgebaut werden! Ich möchte auch garnicht auf z.B. der Brehmstraße Fahrrad fahren. Lieber den Verkehr sinnvoll teilen, als nur Frust auf allen Seiten! Stau für Autofahrer, schlechte Luft für Fahrradfahrer!

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2 Antworten

  1. Genau: Auf ein gutes Miteinander kommt es an und nicht gegeneinander! Macht nicht den Fehler, die Autofahrer auf dem Altar an den Fahrradgott zu opfern! Denn dann fallen wir wieder zurück ins Mittelalter und fahren wieder mit Kutschen und Pferden.

  2. Wenn die Rad-Infrastruktur da ist, fühlt man sich auf dem Rad sicher und hat eine deutlich geringe Hemmschwelle, das Rad zu nehmen. Siehe z.B. in Copenhagen: http://www.copenhagenize.com/2011/01/cycling-in-winter-in-copenhagen.html Da fährt die Mehrheit der Stadtbewohner nahezu bei jedem Wetter mit dem Rad, wenn die Strecke nicht so weit ist, dass das Auto eine sinnvollere Alternative ist.

    „Die Straßen werden nicht breiter“ ist ein Totschlagargument, das davon ausgeht, dass der Status Quo bereits fair ist und dem ist derzeit in den meisten deutschen Städten schlicht nicht so. Das Auto ist maximal priviligiert und öffentlicher Raum wird durch Parkplätze und zu 90% herumstehende Autos blockiert. Wer in Düsseldorf wohnt und das nicht glauben mag, der muss nur in Pempelfort spazieren gehen und die Autos zählen, die in 2. Reihe parken.

    Amsterdam ist ein gutes Beispiel dafür, wie man es richtig macht: Da wo es anders nicht geht wird der Autoverkehr reduziert, öffentlicher Raum wird den Kommunen für die Nutzung für Einzelhandel, Cafés, Familien und Kultur übergegeben, Radinfrastruktur wird ausgebaut und Schritt für Schritt optimiert. Klick dich hier mal durch die Vorher-/Nachher-Galerie und sag mir dann hinterher, dass du lieber in im Amsterdam der 60er leben möchtest: https://www.fastcompany.com/3052699/these-historical-photos-show-how-amsterdam-turned-itself-into-a-bike-riders-paradise

    Aktuelle Vorher-/Nachher-Bilder aus Amsterdam und Utrecht wurden auch hier zusammengetragen, inklusive einiger schlauer Lösungen für dedizierte Radinfrastruktur an Stellen, wo die Straßen tatsächlich nicht breiter gemacht werden konnten: https://irishcycle.com/2020/04/02/14-before-and-after-images-where-cars-were-removed/

    Es ist alles eine Frage des Wollens und der Priorisierung. Wenn die Städteplaner selbst primär mit dem Auto fahren und die Stadt nur als eine Serie von Ampelphasen wahrnehmen, wird sich nichts ändern. Ich rechne nicht mehr damit, dass Düsseldorf bis 2030 auch nur näherungsweise 5% von Copenhagen oder Amsterdam umsetzen wird.

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