Kernstadt nicht weiter verdichten

Düsseldorf ist wunderschön. Aber es ist jetzt schon voll in der Kernstadt. Hotelbauten sollten nicht mehr hinzu kommen, Geschäftsgebäude stehen zum Teil leer, dennoch wird im großen Stil neu gebaut. Alte Geschäftsgebäude, Hotelkomplexe usw. könnte man ggfs. zu Wohngebäuden umfunktionieren/sanieren oder die Grundstücke für Wohnbauten nutzen.
Der Verkehr sollte so weit wie möglich aus der Innenstadt für den Pkw-Verkehr verbannt werden, für Anlieger weiter geöffnet bleiben. Höhere Taktung beim ÖPNV, mehr E-Mobilität und E-Ladestationen für Bikes und Autos, mehr Möglichkeiten zum Abstellen der Fahrräder in der Innenstadt.
Wohnhochhäuser sollten nur vereinzelt und sehr behutsam gebaut werden. Anfangs sind sie vielleicht noch schön und gepflegt, aber es gibt leider viele Negativbeispiele, die zeigen, dass nach zwanzig oder mehr Jahren, Hochhäuser zu problematischem Wohnraum werden können.
Besser ist die Wohndichte auf alle Stadtteile gleichmäßiger zu verteilen und nicht die Innenstadt und die Stadtteile rund um die Altstadt noch dichter und enger zu bebauen. Darunter leidet die Lebensqualität durch die Lautstärke, noch mehr Verkehr und damit auch noch heißeres Klima im Sommer.
Aktuell zeigt sich leider wie eng und voll es am Wochenende in der Kernstadt ist. Als Anwohner geht man schon gar nicht mehr am Wochenende an den Rhein (obwohl er für uns fünf Fußminuten entfernt ist), sondern sucht sich ruhigere Plätze zum Spazierengehen (und muss dafür zum Teil leider fahren). Jeder Stadtteil sollte seinen Bewohnern Park- und Laufflächen bieten, grüne, kleine Bänder die sich durch die Stadtteile ziehen.

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4 Antworten

  1. Um die Kernstadt ein wenig zu entlasten sollten gerade die großen Einfahrtsstraßen nach Düsseldorf (Südring, Völklinger Str., Heinrich Str., Kennedydamm und Seestern in Lörrick entsprechend verdichtet werden. Diese liegen etwas mehr außerhalb, sind jedoch gut an die Innenstadt, den Hauptbahnhof, den Flughafen, den ÖPNV und naheliegende Autobahnen angebunden. 5 Eigenschaften die sich hervorragend eignen und dafür sprechen würden.

    1. Aber was passiert dann an diesen Standorten am Stadtrand? Die Banlieus von Düsseldorf? Generell sollte man in der Kernstadt wie in den außenliegenden Bereichen mit größter Behutsamkeit planen und weder an der einen noch an der anderen Stelle kann man sich vorstellen, wie rund um Hochhäuser gesunde Nachbarschaften entstehen können.

      1. Was genau schlagen Sie denn vor was behutsam sein könnte? Finde den Vorschlag, gerade dort Hochhäuser zu platzieren jedenfalls als geeignet.
        Wie Nachbarschaften dort entstehen können sieht man ja wohl in einigen Städten der Welt. Sehe da kein Problem.

      2. Irgendwo muss ja nachverdichten werden! Wenn hier viele schreiben, und da bin ich ja auch der Meinung, dass die dörflichen Quartiere am Stadtrand entsprechend so bleiben müssen und nicht weiter nachverdichtet werden sollen, so muss gerade der Kernstadtbereich und die Anliegenden Einfahrten dort hin entsprechend verdichtet werden. Wenn man jetzt meint, die Verdichtung sei überall nicht notwendig bzw. nicht möglich, so liegt man doch stark daneben. Also entweder oder. Innenstadt verdichten und Randbezirke offen halten. So sollte die Devise lauten. Um Hochhäuser können auch Nachbarschaften entstehen. Dieser Trend ist in vielen Ländern der Welt schon seit Jahrzehnten gegeben und wird es auch weiterhin sein. Da schadet es auch keinem. Warum sollte es das dann hier tun?

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