Leben ist mehr als wohnen

Gerade die Bereiche von Düsseldorf, die außerhalb der sog. Kernstadt liegen, verdienen eine größere Achtsamkeit in der weiteren Stadtentwicklung. Menschen wohnen hier nicht nur, sie leben hier. Man kann nicht einfach nur immer mehr Wohnraum schaffen, sondern man muss auch Raum zum Leben lassen. Investoren geht es natürlich darum, maximal verdichteten Wohnraum zu bauen. Aber die Frage ist doch: was können die Menschen tun, außer nur in ihren Wohnungen zu hocken? Wo gehen sie einkaufen? Wo treffen sie sich? Wo arbeiten sie, wo lassen sie sich die Haare schneiden? Wo machen sie Sport? Wo trinken sie ihr Feierabendbier? Die bereits bestehenden, gewachsenen Strukturen in den Vierteln können einen Zuwachs der Neubauprojekte nur sehr begrenzt auffangen und müssen zumindest deutlich gestärkt und erweitert werden. Das muss bei weiteren Neubauten auf jeden Fall beachtet werden und dafür müssen auch Flächen freigehalten und gezielt bespielt werden. Was also dringend benötigt wird, ist eine weitere und umfassende Stadteil-/Quartiersentwicklung und zwar unter Einbeziehung der Menschen, die dort bereits leben.

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6 Antworten

  1. Ist das tatsächlich so schwer zu verstehen? Oder sind diese Kommentare von Investoren, die Angst haben, dass ihre Pläne für gewinnmaximierende Wohnraumverdichtung nicht aufgehen? Genau darum geht es doch: Menschen die in (!) Düsseldorf in (!) den Vierteln leben. Und da gehört eben mehr dazu als dort nur immer neue Wohnungen zu bauen. Man muss doch auch schauen was in den Vierteln sonst noch an Leben für die Anwohner (!!) (alte und neue) stattfindet.

    1. Das stimmt schon, dennoch muss man weiterhin Wohnraum schaffen. Beides sollte dann parallel passieren.

    2. Wieso deuten Sie eigentlich immer auf Investoren an? Denke nicht, dass Investoren es nötig haben hier rein zu schreiben. Wenn ein Investor etwas plant, kriegt er sein Vorhaben auch anders geregelt und durchgesetzt als über diese Plattform hier.

  2. Und wie bitteschön soll man dann leben wenn man nicht wohnen kann? Somit wäre alles ja nur für auswärtige und nicht für Düsseldorfer gestaltet. Beides muss im Gleichgewicht passieren.

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