gesunden Verkehrsmix schaffen

In den letzten Jahren haben die Verkehrspolitik in Düsseldorf 2 Themen besonders bestimmt: 1. Die Stililierung des Fahrrades zum Allheilmittel und 2. Die künstliche Verächtlichmachung des Autos. Nach meiner Einschätzung führt beides in die Irre. Natürlich: Fahrradfahren ist schön und praktisch, wenn das Wetter schön ist und man jung und gesund ist. Aber hat mal jemand an alte und behinderte Menschen gedacht? Die können nicht mit dem Fahrrad fahren. Wollen Sie diese Menschen in Düsseldorf ausgrenzen und von der Mobilität ausschließen? Was ist bei schlechtem Wetter, was ist im Winter? Wer kann es sich leisten zu einem Termin nass, verdreckt und durchgeschwitzt zu erscheinen? Was ist, wenn man etwas größeres transportieren muss? Was ist, wenn man längere Strecken zurücklegen muss? Für all dies ist das Fahrrad völlig ungeeignet. Allenfalls kann das Fahrrad eine Ergänzung zu den anderen Verkehrsmitteln sein. Ein Allheilmittel ist es aber sicher nicht.
Da wo das Fahrrad nicht mehr taugt, kommt das Auto ins Spiel. Es kann alte und behinderte Menschen schnell und sicher zum Ziel bringen. Denn auch diese Menschen haben es verdient, mobil sein zu können. Auch bei schlechtem Wetter und im Winter kommt man mit dem Auto trocken, sauber und sicher an. Es eignet sich ideal zum transportieren auch größerer Gegenstände. Mit keinem anderen Verkehrsmittel kann man sowohl kurze als auch lange Strecken zurücklegen und zielgenau ankommen.
Ich will hier nicht nur eine Lanze für das Auto brechen. Nein, auf den gesunden Mix kommt es an. Wir brauchen natürlich alles: Den ÖPNV, das Auto, das Fahrrad und gute Bedingungen für Fußgänger. Aus meiner Sicht ist in den Diskussionen der letzten Jahren aber das gesunde Zusammenwirken der verschieden Fortbewegungsmöglichkeiten aus dem Gleichgewicht geraten. Ich höre immer nur noch: Fahrrad, Fahrrad, Fahrrad. Es ist nötig, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen und das Auto nicht zu verteufeln.
Schon jetzt gibt es Elektro- und Wasserstoffautos auf unseren Straßen. Und der anteil dieser klimafreundlichen Autos wird weiter steigen. Bald werden diese unser Straßenbild bestimmen. Es gibt also keinen vernünftigen Grund mehr, gegen das Auto zu sein, nur noch ideologisch-verblendete Gründe.

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