Dichte zulassen und insbesondere in EG-Flächen dem Handel und Gastgewerbe zuhören

Die Qualität von stadtnahen Quartieren ist die Kohäsion von perfekter Anbindung und Lebensqualität vor Ort. Die Identität und Attraktivität der Stadt Düsseldorf wird sicherlich in der Kernstadt generiert (Königsallee, Rheinufer Altstadt). Aber auch die gewachsenen Viertel haben ihre Qualitäten. Sie zeichnen sich alle dadurch aus, dass die Erdgeschosszonen überwiegend gewerblich genutzt werden, flexibel anpassbar sind und den Anwohnern ein Angebot machen.

Es wird Bereiche geben, in denen behutsam nachverdichtet werden muss. In anderen Bereichen wiederum braucht es ein beherztes und mutiges Eingreifen, um eine Vision für ein gesundes und attraktives Stadtquartier zu entwickeln. Eine zu starre Nutzungsmischung verhindert die Entfaltung eines Quartiers. Flexible Nutzungen der Erdgeschosszonen und eine stringente städtebauliche Auseinandersetzung mit der Fragestellung, in welchen Bereichen Einzelhandel und Gastronomie etc. wirklich funktionieren, ist unabdingbar.

Verschiedene Nutzungen können in einem Quartier gemeinsam entwickelt werden. Hierzu braucht es einerseits Mut, andererseits auch mehr städteplanerischen Pragmatismus. Düsseldorf braucht neben einem soliden Städtebau auch Projekte, die herausstechen und Identität bilden. Ausländische Beispiele zeigen bereits, wie das Notwendige mit dem Besonderen verbunden werden kann und dass derartige Raumkonzepte anerkannt und dankbar angenommen werden.
Markus Stolz, METRO AG / METRO PROPERTIES

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