Dörfliche Strukturen und Freiflächen erhalten / Spielregeln für eine Entwicklung festlegen

Düsseldorf ist eine wachsende Metropole und der Druck auf den Wohnungsmarkt ist zweifelsfrei groß.
Anstatt Wachstum um jeden Preis müssen aber intelligentere Lösungen gefunden werden.

Düsseldorf verdankt seine Attraktivität auch der Vielfältigkeit der verschiedenen Stadtteile. Dazu gehören eben auch die noch ländlichen & dörflichen Stadtteile wie z.B. Hamm, Volmerswerth oder Himmelgeist, die wichtige Naherholungsgebiete für alle Düsseldorfer geworden sind und zu einer guten Lebensqualität beitragen.
Deren Freiflächen spielen zudem eine bedeutende Rolle für das Stadtklima (Stichwort Frischluftschneise).

Eine Entwicklung dieser „Randgebiete“ darf nur angepasst und maßvoll erfolgen. Die Planung großer Baugebiete
bzw. Neubausiedlungen gefährden die seit Jahrhunderten gewachsenen dörflichen & gesellschaftlichen Strukturen.
Das große Neubaugebiete bei der Bevölkerung nicht gewünscht sind, hat auch der Verlauf des B-Plan Verfahrens „Beiderseits Hinter der Böck“ gezeigt. Der am „Reißbrett“ geplante Entwurf für ein großes Neubaugebiet wurde zu 95% von der Bevölkerung abgelehnt (sowohl Mieter als auch Eigentümer).

Natürlich geht und kann die Entwicklung auch an ländlichen & dörflichen Stadtteilen nicht vorbei gehen. Grundsätzlich verschließt sich die Bevölkerung auch nicht dagegen. Aber anstatt die Planung größerer Neubausiedlungen, die wie ein Fremdkörper in den Dörfern wirken, muss vielmehr ein angepasstes und maßvolles organisches Wachstum ermöglicht werden.
Dies ist auch in den letzten 20 Jahren kontinuierlich geschehen. Beispielsweise ist die Bevölkerung in Hamm seit 2014 um fast 8 % gewachsen.
Wichtig ist aber das für die Zukunft klare „Spielregeln“ durch z.B. Bebauungspläne definiert werden, welche eine angepasste und maßvolle Entwicklung sicherstellen und den Interessen dort lebenden Bevölkerung möglichst gerecht wird.
Viele „Randgebiete“ wachsen noch nach § 34 BauGB was in der Vergangenheit auch funktioniert hat. Durch die steigenden Immobilienpreise sind die die „Randgebiete“ aber immer mehr in den Fokus von Investoren (Immobilienunternehmen/Bauträger) geraten, dessen Ziel vorrangig die Rendite ist und die keinen wirklichen Bezug
zum jeweiligen Ort haben. Leider gibt es mittlerweile viele Beispiele das gerade für Investoren der § 34 BauGB augenscheinlich sehr zu deren wirtschaftlichem Vorteil ausgelegt wird. Dadurch werden gewachsene Dorfstrukturen verschandelt, was bei der Bevölkerung und auch bei vielen privaten Bauherren Unverständnis und Unmut auslöst.

Das Verfahren Raumwerk-D kann hier eine Chance bieten, die Entwicklung in geordnete & planbare Bahnen zu lenken, die den Interessen der Bevölkerung gerecht wird.

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