6. Region in Balance: Düsseldorf denkt über seine Grenzen hinaus

6.1. Gemeinsam mit der Region gibt Düsseldorf Impulse für eine abgestimmte Mobilitäts-, Landschafts- und Siedlungsentwicklung und fühlt sich dieser Gemeinsamkeit bis hin zur Metropolregion verpflichtet

Als eine der wichtigen Metropolen am Rhein steht Düsseldorf in der Verantwortung, die Verflechtung mit der Region im Blick zu behalten. Ziel ist es, die Raumentwicklung im Einklang mit den Herausforderungen und Bestrebungen der Region zu gestalten. Denn manche Antwort auf drängende Fragen und Probleme unserer Zeit lässt sich nur im Zusammenspiel regionaler Akteure*innen finden. Exemplarisch sei das Vorantreiben der Verkehrswende genannt, zum Beispiel durch die weitere Vernetzung und Entwicklung regionaler Verkehrsangebote oder das Schaffen attraktiver Pendlerrouten auch für den Radverkehr zwischen den regionalen Zentren.

Vor allem im Angesicht des Klimawandels und vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie ist eine eine von den Kommunen getragene gemeinschaftliche Regionalentwicklung unerlässlich. Nur im gemeinsamen Handeln der lässt sich die notwendige Reaktions- und Widerstandsfähig im Bezug auf künftige Veränderungen erstellen – und lassen sich die Chancen nutzen, die sich durch den Facettenreichtum der Region ergeben. Insbesondere die Sicherung und Entwicklung der regionalen Landschaftsräume und ihrer Funktionen sowie das sinnvolle Verknüpfen der blau-grünen Infrastrukturen über die eigenen Stadtgrenzen ist eine Aufgabe, die gemeinschaftlich angegangen werden sollte – im Sinne der Sicherung und Entwicklung lokaler und regionaler Grünstrukturen.

Dieser Anspruch geht mit der Notwendigkeit einer flächensparsamen Siedlungsentwicklung einher. Mehr noch als bisher sollte die interkommunale Zusammenarbeit und Arbeitsteilung genutzt werden, um eine nachhaltige und versiegelungsarme Siedlungs- und Raumentwicklung zu fördern. Ein wesentliches Instrument für diese Zusammenarbeit ist eine stabile Vernetzung aller handelnden Akteure*innen.

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6.2. Düsseldorf schlägt und nutzt die Brücken zu seinen Nachbarn

Neben den städtischen Herausforderungen und Positionierungen muss Düsseldorf zukünftig immer auch im Zusammenspiel mit den Nachbarn agieren. Für eine tragfähige Stadtentwicklung im Einklang mit den Entwicklungsabsichten benachbarter Kommunen und in Konsequenz einer zielführenden räumlichen Entwicklung der Region ist vor allem ein regelmäßiger direkter Austausch der unterschiedlichen Fachebenen von hoher Bedeutung. Die Region ist als Gefüge zu verstehen, aus deren inneren Strukturen heraus ein steter Blick über die eigenen Grenzen die Widerstandsfähigkeit aller darin liegenden fördert. Dies gilt in alle Himmelsrichtungen und ist auch über die regionalplanerisch vorgegebenen bürokratisch abgegrenzten Planungsräume hinaus zu denken.

Bestehende Netzwerke (RegioNetzWerk, Zwischen Rhein und Wupper) haben die fachlichen Austausche insbesondere auf Arbeitsebene intensiviert und zielführende Ergebnisse erbracht. Dennoch ist eine Stärkung des direkten Austauschs und damit eine frühzeitige Abstimmung insbesondere großräumig greifender Planungsprozesse und Ansätze vor dem Hintergrund der bestehenden und zukünftigen Herausforderungen von herausgehobener Bedeutung.

Als Ergebnis des Raumwerk D Prozesses verpflichtet sich die Stadt Düsseldorf daher zu einer Intensivierung und Förderung des regionalen Austauschs und der frühzeitigen Abstimmung. In einem Folgeprozess zum Raumwerk D möchte Düsseldorf daher ein „regionale Plattform“ für die planerischen Führungsebenen der Stadt sowie der benachbarten Städte und Gemeinden etablieren, um auf informeller Ebene eine den gemeinsamen Herausforderungen der Region gerecht werdende Planung zu ermöglichen und frühzeitig Synergien und Hemmnisse zu identifizieren.

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