Machen Sie doch mal ein gewagtes Experiment und gehen zu Fuß, ja zu Fuß (!), von – meinetwegen – der Königsallee zum Staufenplatz.
Eine überaus lehrreiche Erfahrung, wer im Düsseldorfer Verkehr und in der Stadtstruktur das Sagen hat. Genießen Sie den Vorrang der vierrädrigen (egal ob mit Diesel, Benzin oder Strom) motorisierten chromglänzenden Geländerennpanzer, aber auch der kleinen „unschuldigen“ Normal-Pkws auch auf Bürgersteigen, was zum Teil ja von der Stadt erlaubt ist, geduldet sowieso. Aber die Autoindustrie schafft ja (immer weniger) Arbeitsplätze.
Fußgänger haben außer in Einkaufsbereichen in Düsseldorf keinerlei Vorrang und nichts zu lachen. Sie werden zusammen mit Fahrradfahrern auf einen Bürgersteig gepfercht, welche vollgestellt ist mit … siehe oben. Viel Spaß wünsche ich Ihnen zum Beispiel als älterem Mitbürger oder älteren Mitbürgerin beim Überqueren der Kreuzung Dorotheenstraße in Richtung Gerresheim. Besonders dort können Sie herrliche Abenteuer als RollstuhlfahrerIn oder RollatorbenutzerIn erleben. Oder an der nächsten Kreuzung Cranachstraße. Dort finden Sie zwei Ampelschaltung. Eine berücksichtigt erstmal die rechtsabbiegenden AutofahrerInnen. Wenn Sie dann Grün haben, kommen Sie nur ein paar Meter bis zur zweiten (roten) Ampel, wo die Autos von der Hans-Sachs-Straße kommen. Und das ist beileibe nicht die einzige derartige Ampelschaltung in Düsseldorf. Raumgerüst; Teilebenen; ja, ja.