Wie in den Grundwerten beschrieben, ist die kleinräumige Vielfalt ein wichtiger Schatz Düsseldorfs. Das Nebeneinander aus unterschiedlichsten Nutzungen, Atmosphären und baulichen Strukturen wird durch charakterstarke urbane Zentren akzentuiert. In der inneren Stadt sind die Zentren zu einem dichten Netz attraktiver Stadträume und Quartiere zusammengewachsen. Im Zentrengürtel und der äußeren Stadt setzen sie starke Akzente im Mosaik der Stadt.

Insbesondere die Zentren des Zentrengürtels und der äußeren Stadt sollen künftig deutlich gestärkt werden. Anknüpfend an die Zentrendefinition des Einzelhandelskonzepts von 2016 hebt das Raumgerüst Zentren hervor, die ein besonderes Potenzial haben, als ideelle, soziale und funktionale Mitte des umgebenden Stadtraums zu werden. Der Raum, mit dem ein Zentrum stadtstrukturell, sozial und funktional verknüpft ist, erhält im Raumgerüst als „Stadtviertel“ eine besodere Rolle.

In Stadträumen, die bisher kein ausgeprägtes soziales und funktionales Zentrum aufweisen, werden zudem Orte definiert, die zu ergänzenden urbanen Zentren weiterentwickelt werden können. In diesen neuen Zentren liegt der Akzent auf der Entwicklung sozialer und kultureller Angebote – bestehenden Einzelhandelsstandorten soll keine Konkurrenz gemacht werden.

Ausgehend von den urbanen Zentren werden die Stadtviertel in ihrer Eigenheit und Attraktivität gestärkt. Im Dialog mit den Menschen vor Ort können auf der Grundlage des Raumwerks lokale Entwicklungs-Leitlinien definiert werden, die „Charaktermerkmale“ und stadträumliche Eigenheiten als Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadtviertel benennen. Ziel ist es, künftige Entwicklungen auf der Grundlage dieser Leitlinien so gestalten zu können, dass sie die Eigenheiten und Vielfalt der Stadtviertel stärken, statt sie zu verwässern.

Die Abgrenzung der Stadtviertel im Raumgerüst wurde auf Grundlage der funktionalen und sozialräumlichen Verflechtung definiert. Sie ist größtenteils deckungsgleich mit der Gliederung der Stadtteile Düsseldorfs – nur in einzelnen Bereichen weicht die funktionale und soziale Abgrenzung im Raumwerk vom politisch-territorialen Zuschnitt der Stadtteile ab.

Im Rahmen des Prozesses ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Vierteln in zwölf Handlungsräumen bereits erfolgt. Die Erkenntnisse aus dem Prozess bieten hervorragende Anknüpfungspunkte für die individuelle Stärkenförderung der Stadtviertel.

Urbane Zentren geben den Takt für das Konzert der "Stadtviertel" vor

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