Bestehende Zentren stärken

Eine wichtige Basis der Attraktivität Düsseldorfs ist die Vielfalt der Zentren, die auch im Raumgerüst verankert ist. Die Vitalität der Zentren hängt eng mit ihrer Funktion als Standorte der Nahversorgung zusammen – eine Funktion, die in Zeiten von Lieferdiensten, Onlinehandel und Preisdruck am Immobilienmarkt bedroht ist. Im Zusammenspiel mit der Stärkung der Zentrenräume (siehe Strukturplan „Gerechtes und kompaktes Düsseldorf) soll eine Zentrenagentur eingerichtet werden, die Erdgeschossflächen anmietet und gezielt den Besatz der Zentren steuern kann – sowie eine stadträumliche Aufwertung der Zentren vorantreibt.

Kriterien für die Abgrenzung

  • Zentren im Zentrengürtel und der äußeren Stadt entsprechend des Rahmenplans Einzelhandel, die zugleich das Potenzial einer sozialen Mitte für ihr Stadtviertel haben (siehe Raumgerüst)
  • Weitere, kleinere Versorgungszentren entsprechend Rahmenplan Einzelhandel
  • Zentrenbereiche in der inneren Stadt

 

Generelle Handlungsprinzipien

  • Prüfung der Einrichtung einer Zentrenagentur mit dem Ziel der zentralen Steuerung der Zentrenentwicklung unter Einbeziehung der Akteure*innen in den Zentren vor Ort
  • Mögliche Instrumente: strategisches Management von Handelsflächen durch Anmietung und Weitervermietung von Leerständen, Einrichtung eines Innenstadtfonds zur Investition in die freiraumplanerische und städtebauliche Aufwertung sowie zur Unterstützung neuer, nicht kommerzieller Nutzungskonzepte in Erdgeschossen

Neue lokale Mittelpunkte in den Stadtvierteln ergänzen

Zwischen den im Rahmenplan Einzelhandel definierten Zentren befinden sich Stadträume, die das Potenzial haben, kleine, ergänzende lokale Mittelpunkte zu entwickeln – an Orten, die gut mit dem ÖPNV erreichbar sind und an denen sich mancherorts schon kleine Nahversorgungszentren herausgebildet haben. Diese Orte sollen als soziale Mittelpunkte im Stadtviertel gestärkt werden und dazu beitragen, die Idee einer Stadt zu realisieren, in der wichtige alltägliche Dinge zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen sind.

Kriterien für die Abgrenzung

  • Ergänzende Räume abseits der Zentrenbereiche mit guter ÖPNV-Anbindung und Ansatzpunkten für Nahversorgung

Generelle Handlungsprinzipien

  • Initiativen, Bildungs- und Freizeitangebote oder „Dritte Orte“, in denen sich Arbeiten und Freizeit überlagert (Co-Working kombiniert mit gastronomischen und kulturellen Angeboten)
  • Vorhandene Einzelhandelsstrukturen durch weitere nachbarschaftsbezogene Funktionen stärken
  • Öffentliche Räume aufwerten
  • Optionen für ergänzende Wohnbebauung prüfen
  • Städtebauliche Strukturen im Sinne einer Adressbildung weiterentwickeln
  • Einrichtung von Mobilitätsstationen für geteilte Mobilität

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